Universität Bonn

Botanische Gärten

Der Nutzpflanzengarten

Der Nutzpflanzengarten besteht aus zwei Teilen, getrennt durch die Carl-Troll-Straße. Insgesamt werden etwa 2.000 verschiedene Pflanzen aus den tropischen und gemäßigten Klimazonen angebaut. Dazu gehören auch regionale Spezalitäten.

Besonders im Sommer

Am schönsten ist der Nutzpflanzengarten ab Mitte Mai. Dann sind auch die nicht winterfesten mediterranen und tropischen Arten wieder nach draußen umgezogen.

In Teil 1 des Nutzpflanzengartens liegen die leider nicht zugänglichen Gewächshäuser mit tropischen und subtropischen Nutzpflanzen. Auf den Beeten – säuberlich durch Rasenstreifen begrenzt – wachsen Gewürz- und Speisepflanzen sowie Gemüse, Faserpflanzen, Farbstoff liefernde Arten und 40 Arten Wildgemüse.

Das milde Klima bei uns lässt auch Mandel, Feige, Pistazie und Korkeiche im Freiland gedeihen.

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Nutzpflanzengarten Teil 1 von oben © Volker Lannert / Universität Bonn
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Kakaobaum (Theobroma cacao) © W. Lobin / Universität Bonn

Tropische Kostbarkeiten

In den Gewächshäusern findet sich eine bemerkenswerte Sammlung tropisch-subtropischer  Nutzpflanzen – eine der größten ihrer Art in Deutschland.  Kakaobaum, Muskatnussbaum, Pfeffer, Tee, Kaffee, Kapern,  Zuckerrohr und viele andere Pflanzen aus fernen Ländern wachsen hier – auch die einzige Orchideenart, die nicht ihrer schönen Blüten wegen angebaut wird, die Vanille (Vanilla pompona).

In den Sommermonaten ist die große Sammlung der Citrus-Pflanzen2 draußen zu sehen. Eine der Spezialsammlungen, in der ca. 25 Arten und Sorten kultiviert werden.

Regionale Nutzpflanzen

Bei den Kulturpflanzen verschwinden immer mehr Sorten und Arten. Die vollen Regale in den Supermärkten täuschen darüber hinweg, dass die Sortenvielfalt längst der industriealisierten Lebensmittelproduktion zum Opfer gefallen ist.

Regionale Sorten, die über Jahrhunderte für die örtlichen Bedingungen gezüchtet wurden, sind an die heimischen Böden gut angepasst und relativ anspruchslos, werden aber leider kaum noch angebaut.

Im Nutzpflanzengarten 2 sind heimische Wildarten und Erhaltungskulturen zu sehen.

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Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris) im Nutzpflanzengarten Teil 2 © I. Fuchs
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Aus der Bienenblumen-Ausstellung: Schenkelbiene (Macropis) auf Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) © U. Sobick

Platz für Ausstellungen

Unsere großen Pflanzenausstellungen zu verschiedenen Themen finden alle im Nutzpflanzengarten 2 statt.

Eine ganz besondere Ausstellung war die Bienenblumen-Schau. Auf zwölf Beeten wurden die Pflanzen gezeigt, die für Wild- und Honigbienen von Bedeutung sind. 

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