Universität Bonn

Botanische Gärten

Geophyten

Die Sammlung der Geophyten Europas und Kleinasiens wurde 1980 begründet. Die Schwerpunkte liegen auf Alpenveilchen (Cyclamen), Krokus (Crocus), Schneeglöckchen (Galanthus), Tulpen (Tulipa), aber auch auf Aronstabgewächsen (Araceae). Erforscht werden Evolution und Verwandtschaften bei den verschiedenen Arten.

Neuer Aronstab – Arum megobrebi

1990 fanden Botaniker aus Bonn im Nordosten der Türkei das Rhizom eines Aronstabs. Es wurde in Bonn ausgepflanzt, entwickelte sich und blühte. Schon damals wurde eine neue Art vermutet. Als 2003  Botaniker aus München und Tiflis in Georgien Pflanzen sammelten, fanden sie auch einen Aronstab, den sie an die Bonner Gärten zur Kultur gaben. Nach der Blüte wurde klar, dass beide Pflanzen identisch sind.

Es handelte sich tatsächlich um eine neue Art. Sie wurde beschrieben und erhielt den Namen Arum megobrebi .

Megobrebi ist georgisch und bedeutet Freund. Der Name ist Symbol für die gute Zusammenarbeit der Botanischen Gärten in Bonn, München und Tiflis.

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Arum megobrebi © W. Lobin / Universität Bonn
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Leopoldia neumannii © T. Böhnert / Universität Bonn

Neue Traubenhyazinthe – Leopoldia neumannii

Neumanns Traubenhyazinthe (Leopoldia neumannii) wurde nach ihrem Entdecker benannt, unserem Mitarbeiter Michael Neumann, der die Pflanze in Griechenland fand.

Sie kommt oberhalb von 1000 m Höhe vor. Sie blüht im Mai und trägt im Juni und Juli Früchte.

Leopoldia neumannii unterscheidet sich vor allem durch ihre Gesamthöhe von mehr als 50 cm und durch ihren auffallend größeren Blütenstand von anderen Leopoldia-Arten. Ihre Zwiebeln sind fast doppelt so groß, wie die ihrer nächsten  Verwandten Leopoldia comosa und bildet im Gegensatz zu ihr viele Zwiebeln.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Cupanis Zeitlose (Colchicum cupanii) © W. Lobin / Universität Bonn

Cupanis Zeitlose

Cupanis Zeitlose (Colchicum cupanii) ist im Mittelmeerraum verbreitet. Im Unterschied zur  Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale), die ohne Blatt blüht,  kommen Blüten und Blätter gleichzeitig.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum coum) © W. Lobin / Universität Bonn

Alpenveilchen

Das Vorfrühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum) stammt aus Südosteuropa bis Nordiran. Es blüht in der Regel gleichzeitig mit den Schneeglöckchen. Die Blätter erscheinen bereits im Herbst.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Wilde Tulpe ( Tulipa sylvestris) © W. Lobin / Universität Bonn

Wilde Tulpe

Heimisch ist die Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris) im Mittelmeerraum. Es ist die einzige Tulpe, die sich bei uns dauerhaft angesiedelt hat. Leider ist sie stark gefährdet und steht auf der Roten Liste.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Krokusse (Crocus) und Narzissen (Narcissus) © U. Sobick

Krokus

Krokusse sind im Orient, in Europa, Nordafrika und bis Westchina anzutreffen. Der Safran-Krokus (Crocus sativus), der im Iran und in Afghanistan angebaut wird, liefert Safran, eines der teuersten Gewürze der Welt.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Woronow-Schneeglöckchen (Galanthus woronowii) © W. Lobin / Universität Bonn

Schneeglöckchen

(Galanthus woronowii ), das Woronow-Schneeglöckchen stammt aus der Türkei und dem Kaukasus. Bei uns ist es an einigen Stellen verwildert. In Mitteleuropa ist nur das Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) heimisch.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Märzbecher (Leucojum vernum) © W. Lobin / Universität Bonn

Märzbecher

Der Märzbecher oder   Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum) wächst in feuchten Laubmisch- und  Auenwäldern in Süd- und Mitteleuropa. Märzbecher sind streng geschützt und stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

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