Universität Bonn

Botanische Gärten

Wüstenhaus

Nur Pflanzen, die Wasser speichern können (Sukkulenten), vermögen in Wüsten und Halbwüsten mit wenig Regen und starker Sonneneinstrahlung zu überleben. Das sind nicht nur Kakteen, sondern auch andere Sukkulenten aus vielen verschiedenen Pflanzenfamilien.

Aktueller Hinweis

Das Wüstenhaus wird umgebaut und ist deshalb zur Zeit geschlossen. Im Sommer 2022 soll es fertig sein und wieder eröffnet werden.

Sukkulente Pflanzen

Die Sukkulenten haben ihren Namen von lateinisch suculentus d.h.  saftreich. Je nach dem, wo die Pflanzen Wasser speichern, unterscheidet  man zwischen Blatt-, Stamm- und Wurzelsukkulenten.  Mit dem gespeicherten Nass müssen die Pflanzen sehr sparsam  umgehen. Sie können sogar die Zahl der Spaltöffnungen – der „Atmungsöffnungen“ – durch die Wasser verloren gehen könnte, verringern. Auf diese Weise können sukkulente Pflanzen  mehrmonatige Trockenzeiten problemlos überdauern.

Kakteen stammen mit einer Ausnahme (Rhipsalis baccifera), alle aus der Neuen Welt, dem amerikanischen Kontinent. 

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Goldkugelkaktus oder Schwiegermutterstuhl (Echinocactus grusonii) © W. Lobin / Universität Bonn
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Lebende Steine (Lithops broomfieldii) © W. Lobin / Universität Bonn

Kein Kaktus - aber sukkulent

Unter dem Begriff „Sukkulenten“ werden Arten aus verschiedenen, nicht miteinander verwandten Familien zusammengefasst. Unter gleichen Standortbedingungen haben sich – völlig unabhängig voneinander – sehr ähnliche Formen der Wasserspeicherung bei den verschiedenen Arten entwickelt.

Besonders gut an ihre Umgebung angepasst sind die Lebenden Steine (Lithops). Richtig zu sehen sind sie erst, wenn sie blühen. Ihr botanischer Name kommt von griechisch "Lithos" – Stein und "ops" – Aussehen. Lithops sind im südlichen Afrika beheimatet.

Kaktus des Jahres 2021 Drachenfrucht

Eine der am auffälligsten blühenden Kakteen ist die Drachenfrucht – Pitahaya (Hylocereus undatus), eine Königin der Nacht. Die großen Blüten öffnen sich am frühen Abend und schließen sich bereits morgens wieder. 

Die Drachenfrucht hat weißes Fruchtfleisch und eine auffallend pinkfarbene Schale. Sie wird auch bei uns angeboten und schmeckt süß-säuerlich.

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Drachenfrucht (Hylocereus undatus) © W. Lobin / Universität Bonn
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