Universität Bonn

Botanische Gärten

Strasburger-Haus

Die Fleischfressenden Pflanzen (Karnivoren) könnten ohne die tierische Ergänzungsnahrung an ihren extrem nährstoffarmen Standorten nicht überleben. Im Schauhaus – hinter Glas – wachsen sie zusammen mit den schönen Vellozien.

Karnivoren

Noch im 18. Jahrhundert fand Carl von Linné, Fleischfressende Pflanzen könne es nicht geben, das sei „gegen die gottgewollte Ordnung der Natur“. Es dauerte noch hundert Jahre, bis Charles Darwin  beweisen konnte, dass es sie wirklich gibt.

Auf der ganzen Welt finden sich Karnivoren. Ihre Fangtechniken haben sich sehr unterschiedlich entwickelt.

Die Sumpfkrüge (Heliamphora) haben ihre Heimat in der Guayanahochebene in Südamerika. Eine große Sammlung ist im Strasburger-Haus zu bewundern.

Aus Südafrika stammen die Wanzenpflanzen  (Roridula gorgonias).  

Die Schlauchpfanzen (Sarracenia) kommen aus Nordamerika. Die Weiße Schlauchpflanze (Sarracenia leucophylla) wird über 1 Meter hoch. Die Insekten fallen einfach vom Rand in das Innere des Schlauchblattes in die Verdauungsflüssigkeit.

Verschiedene andere Karnivoren-Arten wachsen im Freiland neben dem Strasburger-Haus und im Kranichbecken.

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Weiße Schlauchpflanze (Sarracenia leucophylla) © I. Fuchs
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Vellozia andina © W. Lobin / Universität Bonn

Vellozien (Velloziaceae)

Im Strasburger-Gewächshaus ist auch unsere weltweit einmalige Velloziaceensammlung zu sehen.

Die hübschen Blüten der strauchigen Pflanzen erinnern ein wenig an Lilien. Sie kommen aus Südamerika und sind sehr gut an trockene Standorte angepasst.

Die Vellozien gehören in die Pflanzenfamilie der Schraubenbaumartigen (Pandanales). Das ist eine sehr alte Familie, die seit etwa 120 Millionen Jahren existiert.

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