Universität Bonn

Botanische Gärten

Sammlungen

Neben großen Forschungssammlungen zu Titanenwurzarten, Fleischfressenden Pflanzen und Blumennesselgewächsen wurden auch bemerkenswerte Spezialsammlungen von Silberbaumgewächsen, Geophyten Europas und Kleinasiens, Vellozien und Nutzpflanzen aus aller Welt und der Region zusammen getragen. Gäste von überall nutzen die Sammlungen, um bei uns zu forschen.
Eine Besonderheit ist die historische "Körnicke-Sammlung".

Titanenwurz und Verwandte

Amorphophallus-Arten sind in Größe und Aussehen sehr unterschiedlich. Allen gemeinsam ist der Geruch zum Anlocken der Bestäuber.

Fleischfressende Pflanzen

Besonders die verschiedenen ausgeklügelten Techniken der Karnivoren beim Beutefang machen sie zu einer der faszinierendsten Pflanzengruppen.

Geophyten - Erdpflanzen

Geophyten sind Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen. Besonders bekannt sind die Frühlingsgeophyten, wie das Schneeglöckchen.

Nutzpflanzen der Welt

Die Sammlung der Nutzpflanzen der Welt – einschließlich der Zitrusarten – gehört heute zu der größten ihrer Art in Deutschland.

Regionale Nutzpflanzen

Global denken, lokal handeln: eine Verpflichtung für uns. Schon immer spielten die Nutzpflanzen dabei eine große Rolle.

Silberbaumgewächse

Proteaceae-Arten sind sehr vielgestaltig. Linné benannte sie deshalb nach Proteus, dem griechischen Meeresgott, der seine Gestalt ständig änderte.

Vellozien

Vellozien sind in den Tropen und Subtropen verbreitet, besonders artenreich in Südamerika. Sie kommen mit äußerst extremen Standortbedingungen klar.

Blumennesselgewächse

In den südamerikanischen Anden sind die Blumennesseln zu Hause. Häufig sind sie auf kleine, oft feuchte und nährstoffreiche Lebensraumnischen beschränkt.

historische Glasgefäße mit Getreide und Hülsenfrüchten
© Jean-Luc Ikelle-Matiba / Universität Bonn

Historische, landwirtschaftlich-botanische Lehrsammlung ("Körnicke-Sammlung")

Diese Lehrsammlung wurde von Friedrich August Körnicke begründet, der von 1867 bis 1898 den Lehrstuhl für Botanik an der Landwirtschaftlichen Akademie zu Poppelsdorf leitete. Durch seine Anbauversuche legte Körnicke ein großes Sortiment an Getreide- und Hülsenfrüchte-Arten an und beschrieb neue Formen und Varietäten. Mit Saatgut-Proben baute er systematisch eine Sammlung auf, die über 2000 Nummern umfasste. 1873 wurde sie bei der Weltausstellung in Wien präsentiert, wofür die Landwirtschaftliche Akademie mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet wurde.

Die Körnicke-Sammlung wurde später um weitere Objekte, zum Beispiel aus der Kolonialbotanik, erweitert. Sie wird heute von den Botanischen Gärten betreut und aktuell im Rahmen eines von der TRA "Present Pasts" finanzierten Projekts erschlossen, digitalisiert und erforscht.

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