Am Freitag, den 23. Januar, fand das erste Treffen zur sogenannten "Körnicke-Sammlung" statt. In dem aktuellen Projekt arbeiten die Botanischen Gärten (Dr. Cornelia Löhne), die zentrale Sammlungskoordination der Universität (Alma Hannig) und das Biohistorium am Museum Koenig (Dr. Katharina Schmidt-Loske) zusammen um die umfangreiche historische Lehrsammlung der landwirtschaftlichen Botanik, die auf Friedrich August Körnicke (1828-1908) zurückgeht, zu digitalisieren und zu erschließen. Weitere Projektpartner sind Hendrik Mechernich (Universitätsarchiv), Christoph Antweiler (Institut für Orient- und Asienwissenschaften) und Thomas Döring (Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz). Unterstützung erfahren die Projektpartner:innen durch die Historikerin Dr. Nina Kreibig, Hannes Dahm und andere studentische Hilfskräfte.
Dank der 6-monatigen Förderung durch den Transdisziplinären Forschungsbereich "Present Pasts" (TRA5) der Universität Bonn kann in diesem Miniprojekt die Sammlung digitalisiert und erschlossen werden, um sie als Forschungsressource zugänglich zu machen. Dabei soll auch die Entstehung und Geschichte der Sammlung erforscht und ein Konzept für ihre künftige Präsentation und Nutzung in Forschung und Lehre erarbeitet werden.
Beim Auftakttreffen im Biohistoricum wurde klar, dass die archivierten Originaldokumente von Friedrich August Körnicke (Korrespondenzen, Forschungsnotizen und Manuskripte) umfangreiches Material für eine tiefere Analyse der Forschungsaktivitäten und Netzwerke rund um die landwirtschaftliche Botanik in Poppelsdorf in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liefern werden.