Universität Bonn

Botanische Gärten

Eduard Strasburger - 1844 bis 1912

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Eduard Strasburger (1844-1912), Ölgemälde von Joseph Fassbender, nach einer Photographie, ca. 1900 (Original im Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen) © W. Barthlott, Lotus-Salvinia.de


Eduard Strasburger wurde 1844 in Warschau geboren. Er begann dort auch sein Biologiestudium. Für kurze Zeit wechselte er zur Universität Bonn. 1864 wurde er Assistent in Jena, wo er 1866 promovierte. Ein Jahr später habilitierte er sich in Warschau.

1880 wurde er nach Bonn auf den Lehrstuhl für Botanik berufen. Dieses Amt behielt er bis zu seinem Tod.

Unter Strasburgers Leitung wurde der Bonner Botanische Garten einer der bedeutendsten Botanischen Gärten in Preußen.

Fünf Universitäten verliehen ihm die Ehrendoktorwürde. Über 40 nationale und internationale Akademien, Gesellschaften und Vereine trugen ihm eine Mitgliedschaft an, darunter die berühmte Royal Society, zu deren Fellow er gewählt wurde. Strasburger war einer der Gründungsinitiatoren der Deutschen Botanischen Gesellschaft. 1905 wurde er mit der Linné-Medaille der Linnean Society of London ausgezeichnet.

Strasburger entdeckte die Teilung des pflanzlichen Zellkerns und setzte erstmalig Färbe- und Fixiermethoden in der Cytologie ein.

Zusammen mit seinen Kollegen Fritz Noll, Heinrich Schenck und Andreas Franz Wilhelm Schimper begründete er den „Strasburger“, in Fachkreisen als „Bonner Lehrbuch“ oder auch als „Viermännerbuch“ bekannt (Erstauflage 1894). Der „Strasburger“  ist noch heute die „Bibel der Botaniker“.

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