Universität Bonn

Botanische Gärten

Das System

Die Systematische Abteilung, kurz System, zeigt die Verwandtschaften der heute lebenden Pflanzen. In 270 Beeten sind über 1.300 Arten der  insgesamt 270.000 bekannten Blütenpflanzen zu finden.

Gepflanztes Lehrbuch

In der Systematischen Abteilung wird der Entwicklungsprozess der Blütenpflanzen (Evolution) dargestellt. Die Pflanzen sind nach molekularbiologischen Erkenntnissen in Gruppen gegliedert. Nahe verwandte Pflanzen stehen dicht beisammen. Die Erforschung der Verwandtschaftsverhältnisse erlaubt Rückschlüsse auf Eigenschaften der Pflanzen.

Die gezeigten Arten entstammen 177 Familien in 54 Ordnungen.

Systematik ist bis heute eine Grundlagenwissenschaft in der Biologie. Das System wird in erster Linie von Studierendenen der Biologie, Pharmazie und Medizin genutzt, um Verwandtschaftsgrade der Pflanzen untereinander zu erkennen und zu erlernen.

Am Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen222222222 wird die Systematik der Pflanzen intensiv erforscht.

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Systematische Abteilung im Herbst © U. Sobick
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Gänseblümchen (Bellis perennis L.) © I. Fuchs

Die wissenschaftlichen Pflanzennamen

Jede Pflanzen- oder Tierart erhält einen zweiteiligen lateinischen (oder latinisierten) wissenschaftlichen Namen. Carl von Linné (1707–1778) führte diese zweiteilige (binäre) Benennung ein.

Das Gänseblümchen heißt mit wissenschaftlichem Namen. Bellis perennis L. Der erste Teil "Bellis" bezeichnet die Gattung (es gibt insgesamt sieben verschiedene Gänseblümchen-Arten in Mitteleuropa und rund um das Mittelmeer). Der zweite Namensteil "perennis" (= ausdauernd) bezeichnet – wie hier – eine Eigenschaft oder die Herkunft der Pflanze.

Hinter der Artbezeichnung steht noch ein Buchstabe oder der Name des Wissenschaftlers, der die Art erstmals gültig beschrieben hat. Hier ist es „L.“ für Carl von Linné.

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