Universität Bonn

Botanische Gärten

Rekordbäume: Größer, schöner, attraktiver

Nicht nur Sportler erbringen Rekordleistungen. Auch Bäume stellen Rekorde auf, wenn sie zu den prachtvollsten ihrer Art gehören. Im Schlossgarten finden sich unter den mehr als 750 Gehölzen gleich fünf, die einen deutschen Rekord halten. Acht andere halten "nur" einen nordrheinwestfälischen Landesrekord.

Die Initiative Rekordbäume/Champion Trees ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) und der Gesellschaft Deutsches Arboretum (GDA) zur Erfassung besonders bemerkenswerter Gehölze in Deutschland. 2

Persischer Eisenholzbaum

Parrotia persica

Mit seinen fast 150 Jahren, einer Höhe von 22 Metern und einem Kronendurchmesser von etwa 21 Metern ist er ein würdiger Rekordhalter.

Der deutsche Name des Baumes sagt es deutlich: Sein Holz ist hart und schwer wie Eisen. Im Wasser geht es einfach unter. 

Die Heimat des Persischen Eisenholzbaumes ist der Nord-Iran und der Süden Aserbeidschans.

Übereinander liegende Zweige und Äste des Eisenholzbaums verwachsen miteinander. Das gibt ihm eine außergewöhnliche Gestalt.

Er blüht im März mit zahlreichen kleinen roten Blüten. Im Herbst verwandelt er sein Laub in eine goldgelb bis scharlachrot leuchtende  Pracht.

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Herbstlaub des Persischen Eisenholzbaums (Parrotia persica) © C. Löhne / Universität Bonn
Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Buntscheckige Borke der Tempelkiefer (Pinus bungeana) © U. Sobick

Tempelkiefer

Die Tempelkiefer(Pinus bungeana) wurde etwa 1910 gepflanzt. Sie hat eine Höhe von ca. 22 m und einen Stammumfang von 1,45 m. Ihre Rinde blättert in Stücken ab. Darunter werden rote, grüne und silbergraue Teile sichtbar. Sie stammt aus Zentralchina und ist häufig in Tempelanlagen zu finden.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Kalifornische Nusseibe (Torreya californica) © W. Lobin / Universität Bonn

Kalifornische Nusseibe

Die immergrüne Kalifornische Nusseibe (Torreya californica) wurde ca. 1900 gepflanzt. Sie hat einen Umfang von 2,32 m, eine Höhe von ca. 23 m. Die Krone bringt es auf einen Durchmesser von ca. 17 m. Die Nusseibe stammt aus der Sierra Nevada/Kalifornien. Dort kann sie bis zu 20 m hoch werden.

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
Lotuspflaume (Diospyros lotus) © W. Lobin / Universität Bonn

Lotuspflaume

Die Lotuspflaume (Diospyros lotus) wurde 1930 gepflanzt. Sie hat einen Stammumfang von 2,51 m, ist ca. 15 m hoch mit einem Kronendurchmesser von 10 m. Sie kommt von West-Asien bis Japan vor und ist im Mittelmeergebiet eingebürgert. Die Früchte sind essbar, ihr Holz ist schwarz wie Ebenholz.

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Stein-Eiche (Quercus ilex) © W. Lobin / Universität Bonn

Steineiche

Die Steineiche (Quercus Ilex) stammt aus dem Mittelmeergebiet. Obwohl sie frostempfindlich ist, hat sie es im Schlossgarten immerhin schon auf ein Alter von mehr als 70 Jahren geschafft.  Sie ist ca. 12 m hoch und ihr Kronendurchmesser ist ebenfalls ca. 12 m.

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Schwarz-Kiefer (Pinus nigra) © R. Schönenmund

Schwarzkiefer

1900 wurde die Schwarzkiefer (Pinus nigra) gepflanzt. In Südeuropa und Kleinasien kommt sie wild vor. Unsere Kiefer ist mit fast 24 m Höhe, einem Stammumfang von 3,64 m und einem Kronendurchmesser von 16 m sehr eindrucksvoll. Erst ab 10 m Höhe hat sie Äste.

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Spottnuss, Weiße Hickory (Carya tomentosa) © W. Lobin / Universität Bonn

Spottnuss

Die Spottnuss (Carya tomentosa) stammt aus den östlichen USA. 1840 wurde unser Baum gepflanzt. Es ist ca. 30 m hoch, hat einen Stammumfang von 1,88 m und einen Kronenduchmesser von ca. 13 m. Die Spottnüsse sind süß und lecker, eine Delikatesse.

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