Universität Bonn

Botanische Gärten

Melbgarten

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges überschrieb die Stadt Bonn der Universität eine idyllisch gelegene Fläche im Melbtal für Versuchsanlagen. Heute befinden sich hier asiatische Gehölze und Stauden aus Georgien und China, verschiedene Wildobstgehölze und eine 2022 auf 1,5 Hektar neu angelegte Streuobstwiese. 

Die Außenanlage der Botanischen Gärten im Melbtal ist nur einmal im Jahr, in der Regel im Frühjahr, für Besucher geöffnet – oder Sie buchen eine Führung, dann können Sie den Garten auch zu anderen Jahreszeiten besichtigen. 

Viel Platz für Obstgehölze

In den Botanischen Gärten unten in der Stadt ist der Platz begrenzt. Anders im Melbgarten: Hier wurde in den vergangenen zehn Jahren eine Sammlung verschiedener Wildobstgehölze aufgebaut, darunter Hartriegel (Cornus), Holunder (Sambucus), Ebereschen und Mehlbeeren (Sorbus) und Weißdorn (Craetagus). Auch einige interessante Gattungshybriden wie Quittenbirnen (Pyrocydonia) und  Weißdornmispeln (Crataemespilus) sind dort zu finden. 

Auf der Streuobstwiese gedeihen insgesamt 55 junge Bäume historischer Obstsorten des Rheinlandes – Äpfel, Birnen, Kirschen und Pflaumen. 

In Georgien konnten bei zahlreichen Exkursionen Pflanzenarten direkt gesammelt werden. Es entstand eine umfangreiche Georgien-Abteilung mit in den lockeren georgischen Wäldern als Unterwuchs vorkommenden verschiedenen Wildobstgehölzen: Birnen (Pyrus communis var. caucasica sowie Pyrus eleagnifolia) und Kirschpflaumen (Prunus cerasifera var. divaricata) .  

Im China-Wald wachsen 70 Jahre alte Urwelt-Mammutbäume (Metasequoia glyptostroboides) aus den Gebirgen Sichuans. 

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Melbgarten im Mai © C. Löhne / Universität Bonn
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