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Sammlungen

Pflanze des Monats April 2009

Der Osterkaktus

Der Osterkaktus
Hatiora gaertneri
Bild: W. Barthlott

Wie ihre nahen Verwandten, die Weihnachtskakteen, sind auch die im Frühjahr blühenden Osterkakteen (Hatiora – Arten) sehr attraktive und beliebte Zierpflanzen.

Es handelt sich bei den unter dem Namen „Osterkaktus“ bekannten Pflanzen um zwei Arten und deren Hybriden der Gattung Hatiora. Im Handel ist vor allem Hatiora x graeseri, eine Hybride von H. gaertneri und H. rosea. Der Gattung wurde zu Ehren des im 16. Jahrhundert lebenden Botanikers Thomas Hariot benannt, der Name Hatiora ist ein Anagramm seines Nachnamens.

Die Osterkakteen sind epiphytisch auf Bäumen oder auf Steinen wachsende Kakteen aus Südost-Brasilien. Es sind schwach sukkulente Pflanzen mit gegliederten Sprossen und auffälligen radiärsymmetrische Blüten. Typischerweise sind die Blüten rot oder rosa gefärbt, es gibt jedoch auch eine seltene gelb blühende Art, Hatiora epiphylloides. Von den im Winter blühenden Weihnachtskakteen der Gattung Schlumbergera lassen sich die Osterkakteen leicht unterscheiden: Die Blüten der Weihnachtkakteen sind zygomorph, die der Osterkakteen dagegen radiär-symmetrisch.

In Bonn haben die epiphytischen Kakteen auch einen hohen wissenschaftlichen Stellenwert. Die Botanischen Gärten der Universität Bonn verfügt über eine der weltweit größten Lebendsammlung epiphytischer Kakteen. Sie wurde in jahrzehntelanger Arbeit und als Ergebnis vieler Forschungsreisen von Professor Barthlott, des Direktors der Botanischen Gärten, zusammengetragen. Diese Sammlung dient zum einen dazu, seltene und bedrohte Arten in Kultur zu erhalten. Sie ist aber auch die Grundlage eines in Bonn durchgeführten Forschungsprojektes über die Evolution epiphytischer Kakteen.

Nadja Korotkova


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