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Sammlungen

Pflanze des Monats Oktober 2008

Die Pekannuss

Die Pekannuss
Die Blätter der Ferkelnuss (Carya ovalis) leuchten gelb in der Herbstsonne.
Bild: W. Lobin

Die Universität Bonn wurde 1818 gegründet und im gleichen Jahr wurde damit begonnen, den damaligen Lustgarten des Schlosses in einen wissenschaftlichen Botanischen Garten zu überführen. Mit zu den ersten Pflanzungen von Bäumen im neuen Arboretum (Baumsammlung) gehört eine wunderschöne Gruppe verschiedener amerikanischer Nuss-Baumarten der Gattung Carya.

Die Pekannuss (Carya illinoiensis) ist die Art, deren Früchte am häufigsten, meistens für Nussmischungen, genutzt werden. Sie ist in den Südstaaten der USA beheimatet und stellt eine alte Nutzpflanze dar, da sie bereits von den Indianern genutzt wurde. Sie wird heute an vielen Stellen der Welt angebaut. An Naturstandorten können die Bäume bis 60 Meter hoch werden.

Neben der Pekannuss wachsen bei uns weitere Arten dieser Gattung: Bitternuss (C. cordiformis), Schuppenrindenhickory (C.ovata) und die schöne, große Spottnuss (C.tomentosa). Besonders im Herbst bilden sie ein prachtvolles Bild, ihr Laub ist dann leuchtend gelb gefärbt. Diese drei Arten wurden vermutlich um 1830 gepflanzt und stellen damit durch ihr Alter und ihre Größe eine einzigartige Sammlung dar.

Die Arten der Gattung Carya werden mehrfach genutzt, zum einen werden die Früchte gerne gegessen, zum anderen besitzen sie ein Holz, das früher sehr gesucht war. Es ist sehr widerstandsfähig gegen Vibrationen, daher wurde es ganz häufig im Wagenbau verwandt. In Amerika heißen die Stiele der Golfschläger heute noch vielfach Hickory, auch wenn sie längst aus Metallen bestehen. Und schließlich stammt in den USA das beliebteste Holz zum Grillen von diesen Arten.

Im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss stehen die Carya-Arten im Arboretumteil A4, hinter dem Schloss.


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