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Pflanze des Monats März 2008

Der Buchsbaum

Der Buchsbaum
Bild: W. Barthlott

Der Buchsbaum oder Buchs, wie er auch genannt wird, ist ein kleines bis acht Meter hoch werdendes immergrünes Gehölz. Er ist im Mittelmeergebiet weit verbreitet, in Deutschland kommt er nur im Moseltal und Südbaden vor.

Als Gartenpflanze ist diese Art von großer Bedeutung, es ist durch Ausgrabungsfunde belegt, dass bereits die Römer in ihren Gartenanlagen Beete durch niedrige Buchshecken begrenzten. Aus Deutschland ist diese Verwendung erstmalig von Albertus Magnus im 13. Jahrhundert erwähnt. Richtig populär wurde der Buchsbaum aber erst in den französischen und italienischen Renaissancegärten, hier wurden Hecken, aber auch in Form geschnittene größere Pflanzen zu einem wesentlichen gestalterischen Element. Aus den Gartenanlagen der Adeligen war es dann nur ein kleiner Schritt in die Gärten der Bürger und Bauern. In traditionellen Bauerngärten haben sich Buchsbaumhecken bis heute erhalten!

Ob die Römer den Buchsbaum nach Mitteleuropa einführten, oder ob er hier an besonders wärmebegünstigten Stellen auch heimisch ist, wird wohl nie endgültig geklärt werden können.

Der Buchsbaum ist sehr langsamwüchsig und sein Holz ist daher sehr hart und schwer. Es wurde gerne zum Drechseln benutzt und man stellte unter anderem Büchsen her. Von dieser Nutzung stammt auch sein deutscher Name Buchsbaum.

Zu Palmsonntag hat der Buchsbaum eine ganz andere Nutzung. Als immergrüne Pflanze wurde er als Ersatz für die bei uns nicht heimischen Palmen benutzt: In katholischen Familien ist es Brauch, an diesem Tag die Kreuze in den Häusern und Wohnungen mit geweihten Buchsbaumzweigen zu schmücken.

Im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss ist in der Historischen Abteilung ein schöner alter Buchsbaum zu finden.


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