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Pflanze des Monats Februar 2007

Die Haselnuss

Die Haselnuss
Bild: W. Lobin

Bereits seit Anfang Januar, also drei Wochen vor dem normalen Blühtermin, blüht in diesem Jahr die Haselnuss (Corylus avellana). Die gelben männlichen Kätzchen hängen von den winterkahlen Zweigen und lassen sich gut erkennen, während die winzigen weiblichen Blüten, aus denen im Herbst die Nüsse reifen, kaum sichtbar sind.

Die Haselnuss ist bei uns weit verbreitet und kommt in Wälder, Waldrändern und Feldrainen vor, wo sie besonders auf sonnigen oder halbschattigen Standorten gedeiht.

Die Haselnuss ist einer der bekanntesten Sträucher. Kinder verwenden die Schößlinge für Pfeifen oder Pfeile und sie spielt in Mythologie eine große Rolle. Sie galt als Abwehrmittel gegen böse Geister und Hexen und wurde als Blitzableiter gepflanzt. Und Wünschelruten wurden besonders aus Haselnussholz gefertigt, weil es am besten Energien leiten soll.

Im 18. Jahrhundert wurden Ackergrenzen gerne mit Haselnüssen abgesteckt, weil der Strauch als Symbol für Gerechtigkeit galt.

Leider hat die Haselnuss noch eine andere Seite: sowohl die Pollen, als auch die Nüsse besitzen ein starkes allergenes Potenzial. Menschen, die eine Birkenpollenallergie haben, leiden besonders während der Blütezeit, oder wenn sie die Nüsse verzehren.

Haselnüsse werden gerne gegessen, allerdings findet man heute in Geschäften meistens die Früchte der Lambertsnuss (Corylus maxima). Einer der größten Exporteure für Haselnüsse ist die Türkei.

Wichtig ist die Haselnuss auch für die heimische Tierwelt, besonders Eichhörnchen sammeln sie gerne als Wintervorrat.

Haselnüsse stehen im Botanischen Gärten an vielen Stellen, im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss besonders am Melbweiher und in der Biotopanlage.


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