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Sammlungen

Pflanze des Monats Dezember 2006

Der Mammutbaum

Der Mammutbaum
Bild: W. Barthlott

Einer der größten und auffälligsten Bäume ist der Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum). Er stammt aus Kalifornien, wird bis 110 Meter hoch und kann über 3200 Jahre alt werden.

Der Mammutbaum wächst an der Westseite der Kalifornischen Sierras zwischen 1300 und 2200 Meter. Das Verbreitungsgebiet ist heute zerissen, im 19. Jahrhundert wurde diese Art forstlich übernutzt. Heute ist der Mammutbaum daher in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet vom Aussterben bedroht. Er kommt praktisch nur noch in wenigen Nationalparks vor, wo die ehrwürdigen alten Exemplare einen eigenen Namen wie „General Grant“ oder „Grizzly Giant“ tragen.

Im frühen 20. Jahrhundert wurde der Mammutbaum an vielen Stellen in Europa auf seine forstliche Nutzung getestet. So gibt es bei Lorsch ein Exemplar, das 110 Jahre alt und über 50 Meter hoch ist. Heute spielt der Baum in der Forstwirtschaft keine Rolle.

Der Mammutbaum ist ein Nacktsamer und gehört damit in die Verwandtschaft unserer einheimischen Fichte, Kiefer und Tanne.

Auch in Bonn sind die höchsten Bäume immer Mammutbäume. Schöne Mammutbäume finden sich in den Botanischen Gärten an verschiedenen Stellen, das höchste Exemplar mit über 30 Meter steht im vorderen Teil des Botanischen Gartens am Poppelsdorfer Schloss.

Eine zweite Mammutbaum-Art, der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) kommt ebenfalls in Kalifornien und dem südlichsten Zipfel von Oregon vor. Er besiedelt die Küstengebirge bis in eine Höhe von 900 Meter und kommt nur im Bereich der regelmäßig auftretenden Nebel vor. Er benötigt eine höhere Luftfeuchtigkeit als der Mammutbaum und ist in Botanischen Gärten seltener zu finden. Ein großes Exemplar steht unweit unseres größten Mammutbaumes im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss.


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