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Pflanze des Monats Oktober 2006

Die Paradiesvogelblume oder Strelitzie

Die Paradiesvogelblume oder Strelitzie
Bild: W. Barthlott

Die Strelitzien oder Paradiesvogelblumen (Strelitzia reginae) gehören zu den auffälligsten und fremdartigsten Pflanzen in Botanischen Gärten und Blumengeschäften. Sie stammen ursprünglich aus Südafrika, werden aber heute im Mittelmeergebiet und ganz besonders auf den Kanarischen Inseln so häufig angebaut und verkauft, dass viele Touristen sie für dort heimisch halten.

Eigenartig ist die kontrastfarbene Blume. Botanisch gesehen ist es ein komplizierter Blütenstand, in dem nacheinander eine ganze Reihe von Einzelblüten aufblühen. Der schräge oder aufrechte Stengel ist dick und kräftig, am Ende sitzt waagerecht eine tütenartige Struktur (ein Tragblatt), aus dem sich nacheinander die auffallend gelb und blau-violett gefärbten Blüten entfalten.

Diese Farbkombination ist ganz besonders für blütenbesuchende Vögel interessant. Die bekannteste Gruppe sind die Kolibris, die im Schwirrflug vor der Blüte stehen, aber nur in Amerika vorkommen. In Afrika sind es die Nektarvögel – und diese müssen sich setzen. Deshalb hat die Blume gewissermaßen eine eingebaute Sitzstange.

Die herrlichen Paradiesvogelblumen sind immer eine besondere Attraktion für Besucher. Jetzt im Frühherbst blüht eine besonders schöne Gruppe von Strelitzien im Sukkulentenhaus des Botanischen Gartens am Poppelsdorfer Schloss.


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