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Pflanze des Monats März 2006

Die Parrotie

Die Parrotie
Bild: Peter Pretscher

Die Parrotie oder Eisenholzbaum (Parrotia persica) ist ein naher Verwandter der Zaubernussarten, die unsere Gärten im Winter schmücken. Auch die Parrotie gehört zu den Frühjahrsblühern, sie beginnt ihre tausenden und abertausenden kleinen, roten Blüten Ende Februar und im März zu entfalten, wenn sie noch keine Blätter trägt.

Der kleine bis mittelgroße, bis 25 Meter hohe Baum wächst sehr ausladend. Bei uns wird er selten über 5 Meter hoch. Seine Rinde ist graubraun und es lösen sich dünne, unregelmäßige Platten ab, was sehr hübsch aussieht. Sein Holz ist sehr schwer und hat ein spezifisches Gewicht, was größer als das des Wassers ist, daher schwimmt es nicht. Es trägt seinen Namen Eisenholz zu Recht, da es sehr hart ist. Und noch eine botanische Besonderheit zeigt der Baum, seine Äste können an Stellen, an denen sie aneinander anliegen miteinander verwachsen. Durch diese sogenannten Astsymphysen ergeben sich ganz häufig ungewohnte Bilder, wie die Äste vom Stamm abgehen.

Der Baum stammt aus Transkaukasien und ist noch im Nord-Iran zu finden. Dadurch ist er bei uns vollkommen winterhart und durch seine leuchtende, in verschiedene Rottöne gehaltene Herbstfärbung ein beliebter Parkbaum.

Mit ihrem Namen verewigt sie den Naturforscher Friedrich Parrot, der zum Beispiel den Ararat als erster Europäer erstieg.

Ein wunderbares Exemplar der Parrotie wächst im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloß am Bouché-Ring, jenseits des Melbweihers.


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