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Sammlungen

Pflanze des Monats Mai 2005

Rhododendren

Rhododendren

Rhododendren gehören zu den auffälligsten und am schönsten blühenden Gehölzen in unseren Gärten im Mai und Juni.

Die Gattung Rhododendron, zu der auch die Azaleen gehören, umfasst sage und schreibe über 850 verschiedene Wild-Arten. Allein 650 davon sind in China beheimatet. Für den Nicht-Botaniker mag es überraschend sein, dass Rhododendron zu den Heidekrautgewächsen (Ericaceae) gehört.

Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte man das gärtnerische Potential von Rhododendron erkannt: eigene Forschungsreisen wurden nach China und in den Himalaja gesandt. Ein Wettlauf um die schönsten Rhododendronarten begann mit dem Ziel, sie in europäische Gärten zu bringen. Besonders gut zu kultivierende Arten wurden mit anderen gezüchtet und das Heer der Rhododendronhybriden ist heute riesengroß und beinahe unüberschaubar. Von besonderer Bedeutung sind Rhododendron Catawbiense-Hybriden, Williamsianum-Hybriden und Forrestii-Hybriden. Im Hausgarten erfordern einige Arten, die keinen Kalk vertragen, besondere Bodenvorbereitungen.

Eine der häufig im Garten anzutreffenden Arten, der in England sogar verwildert ist, ist der Pontische Rhododendron (R. ponticum). Er kommt nicht nur im Kaukasus, sondern auch in Südspanien vor. Die meisten Rhododendren sind im übrigen Gebirgspflanzen der nördlichen Erdhalbkugel. Selbst in Deutschland kommen zwei Rhododendronarten vor: die beiden Alpenrosen- oder Almrauscharten an der Waldgrenze der Alpen (R. ferrugineum und R. hirsutum).

Die Botanischen Gärten der Universität Bonn kultivieren über 75 verschiedene Rhododendren. Jetzt im Mai blühen die schönsten am sog. Rhododendronrondell im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schlossgarten. Aber selbst in den Gewächshäusern finden sich tropische Arten, unter denen sogar Epiphyten sind, die in den Baumkronen Indonesiens wachsen: z.B. R. anagalliflorum im Farnhaus.


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