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Pflanze des Monats Juni 2002

Der Pfriemenginster

Ginster nennt der Pflanzenliebhaber "Rutensträucher" mit meist gelben oder weißlichen Blüten aus der Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Es gibt weltweit viele hundert Arten. Am bekanntesten ist der heimische Besenginster. Attraktiver und eindrucksvoller ist aber der Pfriemenginster (Spartium junceum), unsere Pflanze des Monats Juni, der im Mittelmeergebiet beheimatet ist und dessen Blüten einen intensiven Honigduft verströmen.

Die fünf Blütenblätter sind zu einem Schiffchen, das aus zwei zusammengeklebten Blütenblättern besteht, in dem die Narbe und die Staubbeutel verborgen liegen, zwei seitlichen Flügeln und der oberen, großen, aufrechten Fahne umgewandelt. Der Pfriemenginster wird von größeren Hautflügler (Honigbiene und Hummeln) bestäubt. Die Tiere landen beim Besuch auf dem Schiffchen und den Flügeln. Beim Versuch an den im Inneren der Blüte liegenden Nektar zu gelangen, müssen sie mit dem Kopf gegen den Blütengrund drücken. Die in dem Schiffchen liegende Staubblattröhre steht unter Spannung und durch diesen Druck reißen die verklebten Blütenblätter auf und der Pollen wird von unten auf die Tiere geschleudert. Diesen Vorgang kann man mit etwas Geduld beobachten.


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