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Sammlungen

Pflanze des Monats April 2005

Die Gemeine Küchenschelle

Die Gemeine Küchenschelle
Bild: W. Barthlott

Die Gemeine Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) ziert mit ihren auffallenden blau-violetten Blüten im Frühjahr manchen Garten, aber auch viele Trocken- und Halbtrockenrasen in der Eifel. Grund genug für die Botanischen Gärten der Universität Bonn, die beliebte frühblühende Pflanze im April zur Pflanze des Monats zu küren. Besucher finden diese beliebte Gartenpflanze in der Biotopanlage des Botanischen Gartens am Poppelsdorfer Schloss.

Die behaarten Blätter und Stängel der Gemeinen Küchen- oder auch Kuhschelle sind besonders im Gegenlicht schön anzusehen. Im Sommer entwickeln sie attraktive Fruchtstände. In Steingärten oder Staudenrabatten findet die Küchenschelle in unseren Gärten zunehmende Verwendung. Die Pflanze ist in Mittel- und Nordeuropa heimisch und gedeiht vor allem auf trockenen, zumeist kalkhaligen Grasböden.

Heutzutage wird die Küchenschelle in der Kräutermedizin nur noch selten verwandt, obwohl die Wirkstoffe in den getrockneten Sprossteilen als schmerzstillend, krampflösend, schweiß-, harntreibend und stimmungsaufhellend gelten. Sie enthalten den Wirkstoff Protoanemonin, der in falschen Dosen angewandt zu Hautreizungen führen kann. Wie alle Pflanzen aus der Familie der Hahnenfußgewächse ist die Küchenschelle nämlich eine Giftpflanze.

In einigen Gegenden Deutschlands wurde die Küchenschelle zum Färben von Ostereiern verwendet. Darauf sollte man heute allerdings verzichten, da sie unter Naturschutz steht.


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