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Pflanze des Monats Januar 2005

Die Stinkende Nieswurz

Die Stinkende Nieswurz

Viele Menschen glauben, dass es während der kalten Wintermonate nur wenig Blühendes in unseren Botanischen Gärten zu entdecken gibt. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Unter den zahlreichen winterblühenden Pflanzen fällt die heimische Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) besonders auf. Sie ist eine Verwandte der beliebten Christrose (Helleborus niger).

Die Stinkende Nieswurz gehört zu den Hahnenfußgewächsen und enthält, wie viele andere Vertreter dieser Pflanzenfamilie, giftige Alkaloide. Darauf nimmt auch der lateinische Gattungsname Helleborus Bezug, der sich aus dem Wort helein = töten und bora = Speise zusammensetzt und so vor dem Verzehr warnt.

Wegen ihrer Inhaltsstoffe wurden die Stinkende Nieswurz und die Christrose im Mittelalter als Zaubertrank und Medizinalpflanze häufig benutzt.

Der deutsche Name "Stinkend" bezieht sich auf den Wurzelstock der Pflanze, der beim Zerbrechen unangenehm riecht. Die verschiedenen Arten der Gattung Helleborus sind beliebte Gartenpflanzen. So kann die Stinkende Nieswurz mehrere Wochen blühen und dabei über 100 Blüten entwickeln. In der Natur wächst diese Art in milden, geschützten Lagen: z.B. kann man sie leicht während der Fahrt mit dem Zug von Bonn und Koblenz im Rheintal sehen.

In der Biotopanlage des Botanischen Gartens am Poppelsdorfer Schloss sind schöne Bestände der Stinkenden Nieswurz zu sehen.


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