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Pflanze des Monats Dezember 2004

Die Gloxinie

Die Gloxinie
Bild: W. Barthlott

Gloxinien gehören zu den populärsten Topfpflanzen überhaupt: Auf knapp drei Millionen Euro wird der Umsatz geschätzt, der in diesem Jahr mit dieser Zierpflanze erzielt werden wird. Bereits seit seiner Gründung 1818 gibt es die Pflanzen im Botanischen Garten der Universität Bonn in Poppelsdorf. Grund genug, sie zur Pflanze des Monats Dezember zu erheben.

Ursprünglich kommen die Gloxinien aus Brasilien und die Wildform heißt Sinningia speciosa. Die Gattung ist eine weitläufige Verwandte des Fingerhuts. Bereits im Gründungsjahr 1818 blühten die ersten Sinningien im Botanischen Garten in Poppelsdorf. Heute ist dieses lebendige Stück Bonner Gartengeschichte auf den Fensterbänken der ganzen Welt zu finden.

Wissenschaftlich beschrieben wurde sie vom Gründungsdirektor der Bonner Botanik, Christian Gottfried Nees von Esenbeck (1776 - 1858), dem Korrespondenten von Goethe und Darwin und langjährigen Präsidenten der Leopoldina. Das Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen der Universität ist nach dem bedeutenden Botaniker benannt.

Nees nannte die Sinningia nach dem ersten Inspektor des Bonner Botanischen Gartens, Wilhelm Sinning (1792 - 1874). Sinning war ein bedeutender Gärtner und auch der erste Dozent für Botanik an der neu gegründeten Königlich-Preußischen Landwirtschaftlichen Hochschule, der heutigen Landwirtschaftlichen Fakultät.


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