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Pflanze des Monats Januar 2020

Der Winterjasmin

Der Winterjasmin
Blüten des Winterjasmins Jasminum nudiflorum
Bild: C. Löhne / Uni Bonn

Im Bonner Winter ist wie immer alles grau in grau… Nicht ganz! An vielen Stellen in der Stadt und auch in den Botanischen Gärten gibt es derzeit bunte Farbtupfer zu entdecken. Der Winterjasmin steht in voller Blüte – seine sonnengelbe Blütenpracht ist oft schon von weitem zu sehen. Da er ein sehr zuverlässiger Winterblüher und eine wüchsige Kletterpflanze ist, wird Winterjasmin im Gartenbau gerne zur Begrünung von Fassaden, Mauern und Böschungen eingesetzt. Insbesondere dort, wo die langen Zweige frei herabhängen können, entfaltet er seine volle Wirkung.

Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) blüht derzeit üppig am Weiherufer im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss. Ursprünglich stammt er aus den Höhenlagen Nordchinas, wo er an Hängen und in Schluchten wild vorkommt. Mitte des 19. Jahrhunderts brachte ihn der britische Pflanzensammler und Abenteurer Robert Fortune mit nach Europa. Pflanzen, die im Winter blühen, waren damals eine botanische Sensation und so wurde der Winterjasmin schnell beliebt.

Übrigens: Die gefiederten Blätter des Winterjasmins treiben erst im Frühjahr aus, nach der Blütezeit. Darauf nimmt auch der wissenschaftliche Name Bezug: „nudiflorum“ bedeutet „nackt blühend“.

Dr. Cornelia Löhne


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