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Pflanze des Monats Dezember 2019

Der Kolabaum

Der Kolabaum
Blüten von Cola caricifolia
Bild: C. Löhne / Uni Bonn

Zurzeit blüht im Monsun-Gewächshaus im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss ein Kolabaum. Die dicht stehenden, ca. 3 Zentimeter großen Blüten der Papayablättrigen Kola (Cola caricifolia) entspringen direkt am Stamm dieses kleinen Baumes, der aus den westafrikanischen Tropen stammt. Gleichzeitig hat sich an diesem Exemplar auch die charakteristische Frucht entwickelt, die aus mehreren Bälgen besteht. Die darin enthaltenen Samen besitzen große und feste Keimblätter, die Nährstoffe speichern. Daher werden die Samen (botanisch nicht korrekt) auch Kolanüsse genannt.

Insgesamt gibt es im tropischen Afrika über 100 verschiedene Arten von Kolabäumen. Viele werden wegen ihres hohen Coffein-Gehalts von der einheimischen Bevölkerung als Medizin und Genussmittel geschätzt.

Der hohe Coffein-Gehalt machte die Kolanüsse auch über Afrika hinaus bekannt. In den 1880er Jahren experimentierte der Apotheker John Pemberton in den USA mit Kolanuss-Extrakten, um ein schmerzstillendes und belebendes Tonikum herzustellen. Seine Mischung enthielt außerdem Kokain, das aus der südamerikanischen Coca-Pflanze gewonnen wird. Diese beiden pflanzlichen Zutaten gaben den Namen für das neue Produkt: Coca-Cola. Auf die Zutat Kokain wurde schon bald nach Markteinführung verzichtet. Das zugesetzte Coffein stammt heutzutage aus dem Kaffee.

Dr. Cornelia Löhne


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