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Pflanze des Monats Dezember 2017

Der Christusdorn

Der Christusdorn
Christusdorn, Euphorbia milii
Foto: C. Löhne / Universität Bonn

Als „dorniger Bruder des Weihnachtssterns“ wird diese Pflanze von Garten-Centern gern um diese Jahreszeit vermarktet. Verwandt sind Christusdorn und Weihnachtsstern tatsächlich: sie gehören beide zur Gattung Euphorbia (Wolfsmilchgewächse). Allerdings sind es entfernte Verwandte. Während der Weihnachtsstern ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammt, ist der Christusdorn in den trockenen Dornenwäldern Madagaskars beheimatet. An diesen kargen Lebensraum ist er mit seinen wehrhaften Dornen, den wasserspeichernden Sprossen und den dickfleischigen Blättern sehr gut angepasst.

Der deutsche Name Christusdorn ist übrigens irreführend. Er spiegelt den weitverbreiteten Glauben wieder, dass die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung tragen musste, aus dieser Pflanze geflochten wurde. Zu Christus‘ Lebzeiten kam diese Pflanze allerdings gar nicht im Vorderen Orient vor. 1821 brachte sie der französische Marineoffizier Pierre Bernard Milius erstmals nach Frankreich, von wo aus sie später als Zierpflanze weiterverbreitet wurde. Der lateinische Name des Christusdorns, Euphorbia milii, erinnert an Milius.

Bei uns wächst die Pflanze im Sukkulenten-Gewächshaus im Schlossgarten, gemeinsam mit zahlreichen anderen skurrilen Pflanzen aus Madagaskar und aus den Trockengebieten anderer Erdteile.

Die Gewächshäuser sind wochentags von 10-12 und 14-16 Uhr geöffnet.

C. Löhne


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