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Pflanze des Monats Juni 2016

Spargel

Spargel
Spargelfeld
Foto: wikimedia

Der Spargel (Asparagus officinalis) ist eine sehr alte Kulturpflanze. Seit über 5.000 Jahren wird Wild-Spargel als Heilpflanze in China und Ägypten genutzt, z.B. als harntreibendes Mittel und diesen Gebrauch kennen wir ja auch heute noch. Mit den Römern gelangte der Anbau auch zu uns und ist aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus durch römische Funde bei uns belegt. Der Anbau geriet dann in Vergessenheit und wurde im 16. Jahrhundert wieder aufgenommen.

Die Gattung Asparagus umfasst zahlreiche Arten, die in Eurasien und Afrika verbreitet sind. In Europa kommen 16 Arten vor.

Bornheim und Umgebung ist ein Zentrum des Spargelanbaus in Deutschland und jeder hat vermutlich schon einmal ein Spargelfeld gesehen. Der Spargel hat ein unterirdisches Rhizom, an dem sich viele Seitensprosse entwickeln und nach oben, zum Licht wachsen. In Deutschland wird hauptsächlich Bleichspargel verzehrt, deshalb häuft man über die Pflanzen Erde in Reihen auf, so dass die Sprosse dort lang werden und gestochen werden, bevor sie die Bodenoberfläche durchstoßen. Grüner Spargel ist also im Sonnenlicht gewachsen.

2013 wurden in Deutschland mehr als 100.000 Tonnen Spargel von über 2.100 Betrieben geerntet (Angaben des Statistischen Bundesamtes (2014). Wichtige Anbaugebiete bei uns liegen im Rhein- und Maintal sowie lokal in Bayern.

Der Spargel gehört zu den Einkeimblättrigen Pflanzen. Die oberirdischen, mannshohen Sprosse sind dünn und mit zahlreichen feinen Blättern besetzt. Seine weißen Blüten sind sehr klein, die Früchte sind kleine rote Beeren.

In den Botanischen Gärten ist Spargel im Nutzpflanzengarten zu sehen.

Dr. Wolfram Lobin


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