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Sammlungen

Pflanze des Monats Juli 2003

Das heimische Sonnenröschen

Eine der auffälligsten Pflanzen der ungedüngten, trockenen Wiesen ("Kalkmagerrasen") in der Eifel ist das Sonnenröschen (Helianthemum nummularium). Seine Blüten sind sehr zart und hinfällig und öffnen sich nur wenn die Sonne scheint. Diesem Umstand verdankt die Pflanze ihren deutschen Namen.

Das Sonnenröschen ist ein typischer Bewohner der Kalkmagerrasen, die in Mitteleuropa zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften gehören. Erstaunlicherweise verdanken diese Gesellschaften ihre Existenz den Aktivitäten des Menschen: die entsprechenden Flächen wurden bereits im Mittelalter entwaldet und anschließend als Weide, hauptsächlich mit Schafen benutzt. So konnten sich im Verlaufe der Jahrhunderte an diesen sonnigen, trockenen, kalkreichen aber nährstoffarmen Standorten eine sehr artenreiche, naturnahe Gesellschaft entwickeln, in denen besonders häufig verschiedene Orchideenarten auftreten.

Das Sonnenröschen blüht im Moment reichlich im Kalkmagerrasen der Biotopanlage in den Botanischen Gärten am Poppelsdorfer Schloss. Dort sind zwischen Melbweiher und dem Arboretum alle wichtigen Lebensräume des Rheinlandes dargestellt. Alle charakteristischen und vor allem auch die seltenen und gefährdeten Arten sind dort angesiedelt: eine Miniaturausgabe der Lebensraumvielfalt im Rheinland.


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