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Pflanze des Monats Januar 2016

Marquesas Palme

Marquesas Palme
Marquesas Palme (Pelagodoxa henryana) im Regenwaldhaus
Foto: W. Lobin

Die Marquesas Palme stammt von der kleinen tropischen Insel Nuku Hiva, die zu der Inselgruppe der Marquesas gehört. Politisch sind diese Inseln Teil von Französisch Polynesien und liegen im Südpazifik. Sie kommt in Tieflandregenwäldern vor.

Pelagodoxa henryana gilt als eine der seltensten Palmen der Welt. In der Roten Liste der IUCN wird sie als „kritisch bedroht“ aufgeführt. Die Hauptbedrohung sind verwilderte Schweine und die Abholzung der Regenwälder.

Die Marquesas Palme wird bis 10 m hoch, sie hat einen schlanken Stamm und eine dichte Krone aus bis zu 15 über zwei Meter langen Blättern. Die Früchte sind sehr charakteristisch: sie messen ca. 8 cm im Durchmesser, sind rund und haben eine Oberfläche, die unregelmäßig, knotige Erhebungen aufweist. Die Blätter sind oberseits grün und auf der Unterseite schön weißlich-silbrig gefärbt.

Zuerst beschrieben wurde Pelagodoxa henryana von Odoardo Beccari, jenem italienischen Botaniker, der auch unsere wunderbare Titanenwurz (Amorphophallus titanum) von Sumatra beschrieb und einige Samen nach Europa schickte, wodurch die Pflanze auch hier bekannt wurde.

Im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss ist Pelagodoxa henryana im Regenwaldhaus zu bewundern.

Winteröffnungszeiten (1. November bis 31. März):
Montag - Freitag 10 - 16 Uhr

Dr. Wolfram Lobin


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