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Sammlungen

Pflanze des Monats Dezember 2015

Forsythie

Forsythie
Foto: R. Schönemund

Blühen werden die Forsythien (Forsythia) im Dezember im Freiland noch nicht, jedoch ist es vielerorts Brauchtum, am 4. Dezember, dem Gedenktag der Heiligen Barbara, Äste der Forsythie zu schneiden. Diese kahlen Zweige werden traditionell zusammen oder anstelle von Kirsch-, Zaubernuss- oder Mandelzweigen in der Wohnung in ein Wasserglas gestellt und erblühen um Weihnachten herum. Damit dies gelingt, müssen die Zweige vor dem Schnitt schon Frost ertragen haben, falls dies nicht der Fall sein sollte, lösen einige Stunden Tiefkühltruhe diesen Reiz ebenfalls aus. Anschließend über eine Nacht in lauwarmen Wasser gelagert und dann die die Vase gestellt, sollte dem Aufblühen Ende Dezember nichts mehr im Wege stehen. Die Heilige Barbara von Nikomedien – Beschützerin der Bergleute – lebte der Legende nach im 3. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Türkei.

Die zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) zählende Gattung Forsythia ehrt den britischen königlichen Gärtner William Forsyth. Hauptsächlich wird die umgangssprachlich als „Forsythie“ bezeichnete Hybride Forsythia × intermedia, die aus der Kreuzung von F. suspensa mit F. viridissima entstanden ist, als Ziergehölz in Gärten und Parks kultiviert. Dort blühen sie zeitig im Frühjahr, noch vor dem Blattaustrieb. Es gibt etwa 13 verschiedene Arten, welche alle ursprünglich aus Asien stammen. Eine Art (F. europaea) strahlt bis nach Südosteuropa aus. Die gelben Blüten sind vierzählig und weisen eine Heterostylie aus, also es gibt zwei verschiedene Blütentypen. Es wird kein Nektar produziert.

Im Botanischen Garten am Schloss ist eine Forsythie in der Systematischen Abteilung und am Weiher (Foto) zu sehen.

Winteröffnungszeiten (1. November bis 31. März):
Montag - Freitag 10 - 16 Uhr

Dr. Wolfram Lobin


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