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Sammlungen

Pflanze des Monats April 2015

Mangrovefarn

Mangrovefarn
Aufrollender junger Wedel des Mangrovefarns (Acrostichum aureum)
Foto: Botanische Gärten (W. Lobin)

Der Mangrovefarn (Acrostichum aureum) ist entlang des Äquators weit verbreitet. Er kommt, wie der deutsche Name sagt, in Mangrovensümpfen vor. Mangroven sind ein sehr spezieller Lebensraum, der vor allem an tropischen Flußmündungen auftritt.

Hier gibt es bedingt durch Ebbe und Flut täglich große Schwankungen im Salzgehalt des Wassers: Bei Ebbe herrscht Süß-, bei Flut Salzwasser vor. An diese krassen Unterschiede müssen die Organismen dieses Lebensraumes angepasst sein.

Leider sind die Mangroven weltweit bedroht, neben Holzeinschlag sind dies besonders Aquakultur-Anlagen für die Zucht von Garnelen, die gerade in diesem Lebensraum errichtet werden.

Wir haben vor kurzem die Umgestaltung der Mangrove sowie den Bereich tropische Uferbegetation im Victoriahaus abgeschlossen.

Der Mangrovefarn ist sehr robust. Er kann bis fünf Meter hoch werden und hat einfach gefiederte Wedel. Die Sporangien (Sporenbehälter) sind besonders angeordnet: Sie befinden sich nur auf den obersten Fiedern alter Blätter und sind dort auf der ganzen Fieder. Er gehört zu den Pteridaceae.

Ein schönes Exemplar steht im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss im Victoriahaus.

Sommeröffnungszeiten (1. April bis 31. Oktober): Täglich außer samstags 10 - 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.
Schaugewächshäuser: montags – freitags von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.

Dr. Wolfram Lobin


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