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Pflanze des Monats November 2014

Riesen-Kürbisse

Riesen-Kürbisse
Riesenkürbisse vor dem Poppelsdorfer Schloss
Foto: P. Testroet

Riesen-Kürbisse (Cucurbita maxima) sind mit ihrer Wildform in Südamerika beheimatet. Ihr Ursprung wird in Argentinien und Uruguay vermutet. Er war jedoch schon in vorkolumbianischer Zeit in Südamerika weit verbreitet. Anschließend gelangte er durch den Menschen in die ganze Welt, wo er heute auch in kälteren Regionen angebaut werden kann als seine Verwandten, der Garten- oder Moschus-Kürbis.

Die krautige Pflanze mit ihren langen kletternden Sprossen zählt zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Diese zeichnen sich durch ihre eingeschlechtlichen Blüten aus. Die Früchte sind Panzerbeeren und sehr variabel. Ihr Fruchtfleisch ist in der Regel essbar und wird unter anderem für Kuchen oder Suppen verwendet. An Halloween ist es mancherorts Brauch, die Kürbisse auszuhöhlen und zu beleuchten. Dieses Brauchtum stammt aus Irland und geht auf eine Sage um „Jack O“ zurück.

Während die Wildform der Riesen-Kürbisse noch bittere Früchte ausbildet, gibt es in der kultivierten Unterart Cucurbita maxima ssp. maxima eine große Vielfalt an Formen und Größen. Der Hokkaido-Kürbis ist eine davon mit orangefarbenen, kleinen Früchten. Er gilt als begehrter Speisekürbis, auch seine Schale ist essbar. Andere Sorten, wie der 'Atlantic Giant', liefern die größten Früchte im Pflanzenreich. Der aktuelle Weltrekord von Oktober 2014 liegt bei 1.054kg.

Zurzeit sind einige Riesen-Kürbisse des Züchters Udo Karkos bei uns im Eingangsbereich des Schlossgartens ausgestellt.

Dr. Wolfram Lobin


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