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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Sammlungen

Pflanze des Monats Juni 2014

Falsche Paradiesvogelblume

Falsche Paradiesvogelblume
Die Falsche Paradiesvogelblume (Heliconia rostrata).
Foto: W. Lobin

Die Hummerschere oder Falsche Paradiesvogelblume (Heliconia rostrata) ist eine tropische Regenwaldpflanze, die in Südamerika in Peru, Kolumbien, Ecuador und Bolivien beheimatet ist. In letzterem wird sie sogar als eine von zwei Nationalblumen (Patujú) verehrt.

Heliconia bildet mit etwa 200 Arten die einzige Gattung aus der Familie der Helikoniengewächse (Heliconiaceae). Es sind immergrüne, krautige Pflanzen. Als Speicherorgan dienen ihnen Rhizome, die ähnlich dem Ingwer verzweigt sind und kurz unter der Erdoberfläche liegen.

Die Pflanzen bilden große, dekorative Blütenstände, bei denen vor allem die auffällig gefärbten Hochblätter hervorstechen. Größtenteils sind sie orange, rötlich gefärbt. Auch grüne oder gelbe Farbanteile kommen vor. Diese Farbgebung deutet schon auf die Bestäuber hin - Vögel. Bei den neotropischen Arten sind dies vor allem Kolibris. Diese „stehen“ in ihrem berühmten Schwirrflug vor den Blüten und saugen den energiereichen Nektar heraus. Polynesische Arten werden vom Honigfresser besucht.

Die schönen Blütenstände brachten der Gattung auch ihren Namen ein, benannt wurden sie durch Carl von Linné, abgeleitet vom griechischen Berg Helikon. Dieser Berg galt in der antiken griechischen Mythologie der Sitz den Musen, den Schutzgöttinnen der Künste.

Verbreitungsschwerpunkt der, mit etwa 32 Millionen Jahre alten, relativ jungen Gattung ist Südamerika. Es gibt jedoch auch einzelne Arten auf Inseln im Indischen und Pazifischen Ozean.

In den Botanischen Gärten ist Heliconia rostrata im Regenwald- und im Victoriahaus zu sehen.

Sommer-Öffnungszeiten: täglich außer samstags 10 – 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.
Schaugewächshäuser Montag – Freitag von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.
Eintritt an Sonn- und Feiertagen 3 €, ermäßigt 1 €
An Samstagen sind die Botanischen Gärten immer geschlossen.

Philip Testroet


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