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Sammlungen

Pflanze des Monats April 2014

Zamia pseudoparasitica

Zamia pseudoparasitica
Weiblicher Zapfen von Zamia pseudoparasitica im Regenwaldhaus.
Foto: W. Lobin

Die Palmfarne bilden eine urtümliche Pflanzengruppe, die schon zur Zeit der Dinosaurier mit einer großen Artenvielfalt existierte. Heute gibt es nur noch etwa 300 Arten, die alle in den Tropen verbreitet sind. Die meisten davon sind nicht in den feuchten Regenwäldern zu finden, sondern besiedeln trockene Lebensräume. Nur wenige Arten können Frost oder längere Kälteperioden überstehen.

Die Palmfarne gehören zu den Nacktsamern und sind mit unseren Nadelbäumen und dem Ginkgo verwandt. Alle Arten sind getrennt-geschlechtlich und zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die Blüten stehen jeweils in Zapfen. Der deutsche Name Palmfarn geht darauf zurück, dass die meisten Arten palmenähnliche Stämme haben und von farnähnlichen Blättern gekrönt werden.

Zamia pseudoparasitica, für die es keinen deutschen Namen gibt, stammt aus Mittelamerika. Diese Art weist eine Besonderheit auf, es ist der einzige Palmfarn, der epiphytisch auf Bäumen wächst. Alle anderen Arten leben auf dem Boden. Der wissenschaftliche Artname „pseudoparasitica“ weist daraufhin. Die Pflanzen benutzen die Bäume lediglich als Träger und verankern sich auf ihm mit ihren Wurzeln, sie entnehmen ihm aber kein Wasser und keine Nährstoffe. Die Art bildet 20 cm lange Zapfen aus.

Zamia pseudoparasitica wird in Botanischen Gärten nur selten gezeigt, wir haben schon ein relativ großes Exemplar in der Wand im Regenwaldhaus gepflanzt.

Sommer-Öffnungszeiten: täglich außer samstags 10 – 18 Uhr.
Schaugewächshäuser Montag – Freitag von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.
Eintritt an Sonn- und Feiertagen 3 €, ermäßigt 1 €
An Samstagen sind die Botanischen Gärten immer geschlossen

Dr. Wolfram Lobin


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