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Sammlungen

Pflanze des Monats März 2014

Hohler Lerchensporn

Hohler Lerchensporn
Foto: W. Lobin

Bedingt durch das milde Klima sind viele der Frühlingsgeophyten ausgetrieben und blühen bereits. Diese Pflanzen haben eines gemeinsam, sie überdauern ungünstige Jahreszeiten, z.B. bei uns den Winter, mit Überdauerungsorganen, wie Zwiebeln, Knollen und Rhizome. Eine ganze Reihe haben sich auf das Leben in Buchenwäldern spezialisiert. Sie sind durch die gespeicherten Nährstoffe in der Lage, sehr früh auszutreiben, wenn die Buchen noch kein Laub ausgebildet haben und können ihren Lebenszyklus abschließen, bevor die Buchen alles abdunkeln und nicht mehr genügend Licht auf den Boden fällt.

Zu diesen Frühlingsgeophyten gehört der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava), der mit seinem Massenaufkommen und seinen schönen dunkelvioletten Blüten den Waldboden bedeckt. Das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) ist eine weitere sehr häufige Art, die gerne mit dem Hohlen Lerchensporn zusammen wächst und schöne gelbe Blüten hat.

Diese Pflanzen nutzen die kurze Zeitspanne, in der die Buchen noch nicht belaubt sind. Sie blühen und Fruchten mit Hilfe ihrer gespeicherten Nährstoffe, dann folgen die Blätter, die assimilieren und wiederum Nährstoffe in den unterirdischen Organen abspeichern, damit im nächsten Frühjahr das Spiel von neuen beginnen kann.

Überall in den Botanischen Gärten sind Frühlingsgeophyten zu finden. Besonders viele auf den Wildwiesen rund um das Rhododendron-Rondell.

Winter-Öffnungszeiten: Montag - Freitag 10 – 16 Uhr.
Schaugewächshäuser Montag – Freitag von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.
Samstag, Sonntag und an Feiertagen ist geschlossen.

Dr. Wolfram Lobin


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