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Sammlungen

Pflanze des Monats Januar 2014

Küstenmammutbaum

Küstenmammutbaum
Blühender Küstenmammutbaum
Foto: W. Lobin

Der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) ist ein Zypressengewächs (Cupressaceae) und ursprünglich nur an den Küstengebieten des US-Staates Kalifornien verbreitet. Die größten verbliebenen Populationen dieser Nadelbäume finden sich im Redwood-Nationalpark.

Der Wiener Botaniker Stephan Endlicher beschrieb die Pflanze im Jahr 1847 und führte die neue Gattung Sequoia ein. Endlicher wählte den Gattungsnamen höchstwahrscheinlich zu Ehren des Erfinders der Cherokee-Silbenschrift – Sequoyah.

Küstenmammutbäume können an die 120 Meter hoch werden. Der derzeit höchste bekannte Baum auf der Erde hat eine Wuchshöhe von 115,55 m erreicht und wurde nach dem Titanen Hyperion aus der griechischen Mythologie benannt. Der höchste, jemals gemessene Baum ist mit 132 m ein australischer Eukalyptus. Dies ist die natürliche Grenze, welche die Physik den Pflanzen setzt, da es nicht möglich ist, Wasser sehr viel höher in die Baumkrone hinauf zu pumpen.

Der Küstenmammutbaum ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), es befinden sich also weibliche und männliche Zapfen auf einer Pflanze. Sein Holz zählt zu den beliebtesten Nutzhölzern, da es viele wichtige Eigenschaften aufweist und keine Harzkanäle enthält. Der englische Name „Redwood“ rührt von dem rötlichen Kernholz her. Die Bäume sind Flachwurzler und durch ihre dicke Borke relativ unempfindlich dem Feuer gegenüber. Die Rinde ist vergleichsweise glatt und löst sich in Streifen ab.

In den Botanischen Gärten sind Küstenmammutbäume in dem neu gestalteten Gymnospermen Arboretum zu finden. Über den neuen, quer durch das Arboretum führenden Pfad, wird man direkt an unserem über 30 m hohem Exemplar vorbei geführt.

Winter-Öffnungszeiten: Montag - Freitag 10 – 16 Uhr.
An Wochenenden und Feiertagen ist geschlossen.
Schaugewächshäuser Montag – Freitag von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.

Philip Testroet


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