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Sammlungen

Pflanze des Monats August 2013

Die Riesen-Seerose

Die Riesen-Seerose
Der hochgewölbte Rand (derzeit 17 cm hoch) lässt die Blätter von Victoria cruziana so interessant aussehen.
Foto: W. Lobin

Die Riesen-Seerose (Victoria cruziana) ist eine der auffallendsten Pflanzen-Gestalten. Ihre riesigen Blätter, die zurzeit einen Durchmesser von 170 cm haben, zeichnen sich durch einen auffallend hochgewölbten Rand (zurzeit 17 cm) aus. Auf ihrer Unterseite sind zahlreiche Stachel zu finden, die vermutlich verhindern, dass Fische sie anfressen. Es gibt zwei ähnliche Arten, von denen V. cruziana etwas südlicher vorkommt als V. amazonica. Das Verbreitungsgebiet der ersteren reicht von Brasilien bis Nord-Argentinien. Beide gehören zu den Seerosengewächsen (Nymphaeaceae).

Die Riesen-Seerose hat eine sehr interessante Blütenbiologie: Die Blüten entfalten sich nur nachts und zwar gegen 17 Uhr (mit Einbruch der Dämmerung in ihrer Heimat). Die Blütenblätter sind zunächst weiß gefärbt und duften. Im Verlauf der nächsten Stunden färben sie sich rosa-rot um, um sich gegen 24 Uhr wieder zu schließen.

In den Botanischen Gärten werden die beiden Arten und die Hybride (V. x longwood-Hybrid) abwechselnd kultiviert. In diesem Jahr ist es V. cruziana, die derzeit prachtvoll im Victoriahaus wächst.

Sommer-Öffnungszeiten: täglich außer samstags 10 – 18 Uhr.
An Donnerstagen ist das Freiland bis 20 Uhr geöffnet.
Schaugewächshäuser montags – freitags von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.
Sonn- und Feiertags von 10 – 18 Uhr.

Wolfram Lobin


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