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Sammlungen

Pflanze des Monats März 2013

Palisaden-Wolfsmilch

Palisaden-Wolfsmilch
Blütenstand der Palisaden-Wolfsmilch (Euphorbia characias ssp. wulfenii)
Foto: W. Lobin

Die Palisaden-Wolfsmilch (Euphorbia characias) stammt aus dem Mittelmeergebiet, wo sie stellenweise sehr häufig vorkommt. Sie ist in zwei Unterarten aufgegliedert, die ssp. characias kommt im westlichen und ssp. wulfenii im östlichen Mittelmeergebiet vor.

Die Palisaden-Wolfsmilch ist bei uns winterhart, verholzt an der Basis und kann bis zu 1 m hoch werden. Die Blütenstände sind sehr kompliziert aufgebaut und ähneln sich sehr bei den über 2.000 Euphorbia-Arten, die es weltweit gibt. Wolfsmilcharten sind in diesem Jahr zur Staude des Jahres gekürt worden.

Die Erklärung des deutschen Namens bei den Wolfsmilch-Arten ist nicht ganz sicher. Er geht wahrscheinlich auf den weißen Milchsaft zurück, der ganz unterschiedlich giftig sein kann. Bei in Deutschland vorkommenden Arten ist er nicht tödlich giftig, das kann er aber bei einigen afrikanischen Arten sein. Man muss aber auch bei uns aufpassen, die Milch nicht ins Auge zu bekommen. Angeblich wurde die Milch als Giftköder für Wölfe benutzt, was eine weitere Erklärung des deutschen Namens ist. Die Milch hat in der Medizin früher eine wichtige Rolle gespielt und wurde bei Ekzemen und Hautkrankheiten benutzt. Der englische Name von Wolfsmilcharten lautet „spurge“ und weist wiederum daraufhin, dass die Milch auch als Abführmittel benutzt wurde (spurge = purgativ).

Eine schöne Gruppe der Palisaden-Wolfsmilch steht neben dem Haupteingang am Fahrradparkplatz unmittelbar am Zaun, eine weitere neben dem Mittelmeerhaus.

Winter-Öffnungszeiten: Montag - Freitag von 10 – 16 Uhr.
An Wochenenden ist der Garten geschlossen.
Schaugewächshäuser montags – freitags von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.

Dr. Wolfram Lobin


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