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Sammlungen

Pflanze des Monats November 2012

Die Trauben-Eiche

Die Trauben-Eiche
Quercus
Foto: http://delta-intkey.com

In Deutschland wachsen häufig zwei Eichen-Arten, die Stiel- (Pflanze des Monats September 2011) und die Trauben-Eiche (Quercus petraea). Beide lassen sich recht einfach voneinander unterscheiden: Bei der Trauben-Eiche sind die Blätter gestielt und bei der Stiel-Eiche ungestielt. Auch in den Früchten unterscheiden sie sich deutlich. Die Früchte der Trauben-Eiche stehen ungestielt beieinander, fast wie in Trauben, daher der deutsche Name. Bei der Stiel-Eiche hingegen haben sie einen langen Fruchtstiel. Kastanienmännchen, die von Kindern zur Herbstzeit gerne gebastelt werden, haben daher eine Pfeife aus den Fruchtbechern der Stiel-Eiche.

Die Trauben-Eiche kann bis 40 m hoch werden. Sie ist sommergrün und wird bis 1.000 Jahre alt. Sie ist sehr lichtbedürftig und wird von der schattentoleranten Buche vielerorts verdrängt und hat daher auf nährstoffarmen, trockenen Sandböden ihren Hauptstandort. Hier ist es der Buche zu trocken.

In der im Mittelalter üblichen Mittelwaldwirtschaft hatte die Trauben-Eiche aber einen Vorteil, sie verträgt durch ihre hohe Stockausschlagsfähigkeit das regelmäßige Schneideln viel besser als die Buche und ihre Früchte (Eichelmast) und ihr Holz waren schon immer beliebter. Daher waren sowohl die Trauben- als auch die Stiel-Eichen in stark genutzten Wäldern prozentual häufiger vertreten. In vielen alten Hude-Wäldern kann man das auch heute noch sehen.

Winter-Öffnungszeiten: Montag - Freitag von 10 – 16 Uhr.
An Wochenenden ist der Garten geschlossen.
Schaugewächshäuser montags – freitags von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.

Dr. Wolfram Lobin


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