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Sammlungen

Pflanze des Monats März 2003

Der Lorbeer-Seidelbast

Die Wälder um Linz am Rhein bergen eine botanische Kostbarkeit. Hier wächst an einigen wenigen Stellen der Lorbeer-Seidelbast (Daphne laureola), der hier, weitab von seinem Hauptverbreitungsgebiet, ein vollkommen isoliertes Vorkommen hat. Die nächsten, südlicher gelegenen Vorkommen liegen im Moseltal und bei Grenzach am Rhein in Baden-Württemberg.

Der Lorbeer-Seidelbast ein kleiner Strauch, der höchsten 1.50 m groß wird und in lichten Wäldern auf sehr lockeren, flachgründigen Böden wächst. Er blüht sehr zeitig im Frühjahr, seine Blüten sind grünlich-gelb gefärbt und duften sehr stark. Im Gegensatz zu der zweiten bei uns vorhandenen Seidelbast-Art, dem Gewöhnlichen Seidelbast oder Kellerhals (D. mezereum), hat er immergrüne Blätter und stellt eines der seltenen submediterranen Hartlaubelemente in der Mitteleuropäischen Flora dar.

Der Lorbeer-Seidelbast ist giftig wie der Gewöhnliche Seidelbast, doch wurde er aufgrund seiner Seltenheit nicht als Heilpflanze genutzt. Schöne Pflanzen des Lorbeer-Seidelbastes finden sich in der Biotop-Anlage im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss.


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