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Sammlungen

Pflanze des Monats September 2012

Hopfen

Hopfen
Weiblicher Blütenstand vom Hopfen (Humulus lupulus)
Foto: W. Lobin

Der Hopfen (Humulus lupulus) ist eine unserer wenigen einheimischen Lianen. Die natürlichen Wuchsorte sind die Auenwälder unserer Flüsse, z.B. an der Sieg findet man ihn ab und an wildwachsend. Er ist sehr schnellwüchsig und kann in wenigen Wochen einen Trägerbaum zuwachsen. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen, er ist also zweihäusig. Der Hopfen gehört in die Familie der Hanfgewächse, Cannabaceae.

Bekannt ist der Hopfen als Bestandteil unseres Bieres: „Hopfen und Malz, Gott erhalt´s“ ist ein gängiges Sprichwort. Er gedeiht nur auf sehr guten Böden. Die wichtigsten deutschen Anbaugebiete sind die Hallertau in Bayern und das Schussental in Baden-Württemberg. Es gibt eine Reihe von Kultursorten. Hopfen spielt eine wichtige Rolle beim Brauen, da seine Bitterstoffe Krankheitskeime abtöten und so zur Haltbarkeit des Bieres beitragen. Hildegard von Bingen beschrieb diese Fähigkeit mit den Worten „putredines prohibet in amaritudine sua“ (seine Bitterkeit verhindert die Fäulnis). Er verleiht dem Bier seinen herben Geschmack und sein spezifisches Aroma. Sein wichtigster Inhaltsstoff ist die Lupulinsäure. Seit 768 ist der Hopfenanbau gesichert nachgewiesen und 1079 wird er als Bestandteil beim Bierbrauen erwähnt. Gesammelt werden die weiblichen Blütenstände, die einen ganz aufdringlichen, eigentümlichen Geruch haben. Die jungen Sproßspitzenenden können im Frühjahr als Gemüse gegessen werden.

Wir zeigen Hopfen im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss in der Biotopanlage, bei den Arzneipflanzen, in der Sytematischen Anlage (System 2) und im Nutzpflanzengarten.

Sommer-Öffnungszeiten: Täglich (außer samstags) von 10 – 18 Uhr.
An Donnerstagen bis 20 Uhr.
Am Samstag ist der Garten geschlossen.
Schaugewächshäuser montags – freitags von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.
Sonn- und Feiertage 10 – 17:30 Uhr

Dr. Wolfram Lobin


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