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Sammlungen

Pflanze des Monats Dezember 2011

Coulters Kiefer

Coulters Kiefer
Foto: W. Lobin

Diese interessante Kiefer aus Kalifornien, trägt bezeichnenderweise im Englischen auch den Namen „widow maker pine“ (= Witwenmacher-Kiefer). Sie besitzt mit die größten und schwersten Zapfen der Gattung, und falls jemandem ein solcher auf den Kopf fällt, besteht durchaus Lebensgefahr und im schlimmsten Fall wird z.B. die Ehefrau zur Witwe. Die Zapfen können bis 3 kg schwer werden.

Die Bäume werden an den Naturstandorten bis knapp 30 m hoch und zeichnen sich durch die attraktive, schwarz bis braun gefärbte Borke aus, die dicke Platten ausbildet, welche wiederum durch tiefe Risse getrennt sind.

Bei den Kiefernarten stehen die Nadeln an sogenannten Kurztrieben, das sind stark verkürzte Seitentriebe. Je nach Art ist eine bestimmte Anzahl von Nadeln pro Kurztrieb charakteristisch. Bei der heimischen Waldkiefer (P.sylvestris) sind das zwei, bei Coulters Kiefer drei.

Pinus coulteri kommt in montanen und subalpinen Waldformationen vor, in einigen ist sie die dominierende Baumart. Sie ist vergesellschaftet z.B. mit anderen Kiefern wie der Zucker-Kiefer (Pinus lambertiana), aber auch mit Laubbäumen, von denen nur der Kalifornische Lorbeer (Umbellularia californica) und ein Erdbeerbaum (Arbutus menziesii) genannt sein sollen, beide sind in unseren Sammlungen vorhanden.

Ein schönes Exemplar von Coulters Kiefer steht im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss im Bereich des Arboretumteiles Weih3 (in der Zierheide am Sinning-Weg). Es ist 17 m hoch und hat einen Stammumfang von 184 cm (in 1 m Höhe). Der Kronendurchmesser beträgt ca. 8 m. Damit ist sie eine der größten Exemplare, die in einem Botanischen Garten in Deutschland gezeigt wird.

Winter-Öffnungszeiten: Montag - Freitag, 10 – 16 Uhr.
An Wochenenden ist der Garten geschlossen.
Schaugewächshäuser montags – freitags von 10 – 12 und von 14 – 16 Uhr.

Dr. Wolfram Lobin


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