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Sammlungen

Pflanze des Monats Februar 2003

Die Zaubernuss Hamamelis

Es ist schon reichlich unerwartet: Beinahe unabhängig von den Außentemperaturen entfaltet die Zaubernuss im Winterhalbjahr auch bei Eis und Schnee ihre hübschen gelben bis gelbbraunen Blüten. Es sind Sträucher bis kleine Bäume, und gerade auf Grund dieser außergewöhnlichen Blütenzeit, auf die sich der Name bezieht, sind sie heute in Gärten und Parks weit verbreitet. Jetzt im Spätwinter sind sie am Schönsten, und prächtige Exemplare stehen am Eingang zum Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss (Meckenheimer Allee 171) sowie an weiteren Stellen des Gartens.

Die Zaubernuss-Gewächse (Hamameliaceae), sind eine alte, bereits Ende der Kreidezeit anzutreffende Familie. Nach dem Aussterben der Dinoaurier waren sie noch im Tertiär auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel verbreitet - selbst aus Bonn sind fossile Funde bekannt. Im Verlauf der Eiszeit starben sie allerdings in Europa aus. Die heute noch lebenden rund 6 Hamamelis-Arten kommen aus Nordamerika (USA) oder Ostasien (Japan, China). Sie werden im Übrigen auch in der Medizin, vor allem in der Homöopathie verwendet.

Es gibt noch drei weitere Sträucher, die jetzt im Februar im Botanischen Garten in Blüte stehen: Die Winterblüte (Chimonanthus praecox), der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) und der wohlriechende Winter-Schneeball (Viburnum farreri). Auch diese drei schönen Gehölze kommen aus China.


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