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Pflanze des Monats Mai 2011

Rumphs Palmfarn

Rumphs Palmfarn
Der Gärtnermeister Bernd Reinken begutachtet den schönen Palmfarn (Cycas rumphii).
Foto: W. Lobin

Ein lebendes Fossil im Regenwaldhaus: der Palmfarn. Eine der merkwürdigsten Pflanzen entfaltet im gerade neu eröffneten Regenwaldhaus im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss seine Wedel: Rumphs Palmfarn (Cycas rumphii) der deutsche Name ist treffend, doch es ist weder eine Palme, noch ein Farn.

Die meisten Besucher können es kaum glauben: es ist eine Konifere, also ein Nacktsamer (Gymnosperme). Palmfarne sind damit weitläufige Verwandte von Tanne, Fichte und Kiefer. Sie hatten ihre höchste Vielfalt im Erdmittelalter zur Zeit der Dinosaurier (vor ca. über 100 Millionen Jahre) erreicht. Etwa 300 Arten, die fast alle auf der südlichen Halbkugel zu Hause sind, haben bis heute überlebt.

Die Gattung Cycas umfaßt rund 100 Arten, die von Madagaskar bis nach Südostasien weit verbreitet sind. Die bekannteste ist Cycas revoluta (bei uns als blühendes Exemplar im Mittelmeerhaus zu sehen), deren palmenartige stabile Blätter zur Sargdekoration verwendet werden (daher der deutsche Name „Sargdeckelpalme“) sowie Cycas circinale, von dem eine Art Sago gewonnen wird.

Der besonders schöne Rumphs Palmfarn in unserem Regenwaldhaus kommt von der malayischen Halbinsel, Polynesien und Neuguinea. Diese Art ist nach Georg Eberhard Rumpf (1628–1702) (latein. Rumphius) benannt, der in Indonesien für die damalige niederländische Kolonialverwaltung tätig war und ein bedeutender Naturforscher wurde.

Dr. Wolfram Lobin


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