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Sammlungen

Pflanze des Monats Juni 2010

Gestreifte Chinaorchidee

Gestreifte Chinaorchidee
Bild: W. Lobin

Orchideen üben immer eine besondere Faszination auf uns aus und es gibt viele Menschen, die sich mit der Pflege dieser exotischen Geschöpfe beschäftigen. Sie sind ein Symbol für die Tropen und deshalb verwundert es viele, wenn sie erfahren, dass es Orchideen auch außerhalb der warmen Gefilde gibt. Dass in Deutschland Orchideen heimisch sind, verwundert. So gibt es natürlich auch im Blumenhandel winterharte Orchideen zu erwerben. Die China- oder Japanorchidee (Bletilla striata) ist wohl die bekannteste Freilandorchidee. Sie lässt sich sehr leicht auch im heimischen Garten kultivieren und findet aus diesem Grunde immer weitere Liebhaber.

Die Gattung Bletilla umfasst fünf bis sechs Arten, die aus China und Japan stammen. Sie sind bei uns alle winterhart und können somit in Beeten ausgepflanzt werden. Sie benötigen helle, aber leicht schattige Stellen, direkte Sonnen­einstrahlung vertragen sie nicht so gut. Die Pflanzen wachsen sehr gut in drainierter Gartenerde. Da sie Rhizome haben, können sie sich, falls ihnen der Standort zusagt, stark ausbreiten und bilden dann dichte Büschel.

Es gibt schon einige Zuchtformen, darunter eine schöne weißblühende Albaform.

In den Botanischen Gärten befinden sich schöne Bestände der Gestreiften Chinaorchidee im Eingangsbereich des Schlossgartens.

Dr. Wolfgang Lobin


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