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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Lycopersicon esculentum cv. Bonner Beste

Der Nutzpflanzengarten der Botanischen Gärten erhielt Saatgut aus der größten deutschen Genbank, dem Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK Gatersleben). Die Sorte war schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt und wurde häufig angebaut. Interessant ist, dass noch in den 20er Jahren Leute etwas schief angesehen wurden, wenn sie Tomaten anbauten, diese waren ja auch unter dem Namen Liebesäpfel bekannt. Bei der Sorte Bonner Beste handelt es sich um eine früh reifende, allerdings dann weich werdende rote Stabtomate.

Der Anbau von Tomaten erfolgte grundsätzlich im Freiland, wobei Hagel oder starker Regen die Früchte platzen ließen und häufig die Ernte gefährdeten. Die meisten Tomatenfelder erstreckten sich ab Alfter/Oedekoven bis ins Vorgebirge hinein.

Tomaten benötigen eine Anzucht der Jungpflanzen unter Glas ab Mitte März. Das Auspflanzen auf dem Acker erfolgt dann Mitte Mai nach den Eisheiligen, wobei jede Pflanze eine Stütze erhält und im Laufe des Sommers mehrmals entgeizt (das heißt Entfernen der Seitentriebe) werden muss. Ab Juli reifen dann die ersten Früchte.

Der Nutzpflanzengarten konnte 2007 bereits reichlich Saatgut ernten. Daher werden die Botanischen Gärten diese Sorte in ein Erhaltungsprojekt aufnehmen und 2008 Jungpflanzen abgeben.