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Botanische Gärten der Universität Bonn - Telefon: 49-(0)228-735523 - Telefax: 49-(0) 228-739058 - botgart[at]uni-bonn.de

Friedrich August Körnicke

  • Geburtstag: 29. 01.1828 in Pratau bei Wittenberg
  • Todestag: 16.01.1908 in Bonn
  • 1848: Beginn des Studiums der Naturwissenschaften in Berlin
  • 1849: Anstellung als Assistent am Königlichen Herbarium Schöneberg
  • 1856: Studienabschluss mit einer Dissertation zu den Eriocaulaceae
  • 1857: Konservator beim Herbarium des Botanischen Gartens in St. Petersburg
  • 1859: Dozentur (später Professur) an der Königlichen Landwirtschaftlichen Akademie in Waldau bei Königsberg
  • 1867 - 98: Professor für Botanik an der Königlichen Landwirtschaftlichen Akademie in Bonn-Poppelsdorf

Wissenschaftliches Lebenswerk

Körnicke begeisterte sich an den Arbeiten zur gärtnerischen Botanik, veröffentlichte Abhandlungen zu den Marantaceae und Dianthus chinensis. Gemeinsam mit Regel beschrieb er die attraktive Gewächshauspflanze Strelitzia nicolai.

Die Waldauer Zeit dauerte bis Ostern 1867 und ist besonders durch Arbeiten zur Lokalfloristik geprägt. So war er Mitbegründer des Preußischen Botanischen Vereins.

Noch im Jahre 1867 wurde er als Professor für Botanik an die Königliche Landwirtschaftliche Akademie nach Poppelsdorf bei Bonn versetzt als Nachfolger des berühmten Pflanzenphysiologen Julius Sachs (1832 - 1897), der hier von 1859 - 1867 gewirkt hatte. In Poppelsdorf wurde die landwirtschaftliche Botanik seine Hauptarbeitsrichtung. Er baute ständig wachsende Sortimente wichtiger landwirtschaftlicher Fruchtarten im Versuchungsgarten an, selektierte neu auftauchende Formen und beschrieb die infraspezifische Variabilität besonders bei den Getreiden. Er legte damit wesentliche Grundlagen für die traditionelle Genbankarbeit. Schließlich entwickelte er sich zum führenden Spezialisten der Landwirtschaftlichen Botanik, spezifisch zum „Altmeister der Cerealienkunde“.

Nach intensiven Studien seines Materials im Versuchungsgarten in Poppelsdorf, von denen einige publiziert wurden, gelang schließlich die Fertigstellung des „Handbuches des Getreidebaues“, das er mit Hugo Werner, Professor der Landwirtschaft in Poppelsdorf gemeinsam herausgegeben hat. Der erste Band „Die Arten und Varietäten des Getreides“ wurde von Körnicke allein geschrieben.

Texte von Frau Dr. B.Hoegen

Der Beitrag „Der Poppelsdorfer Forscher Friedrich August Körnicke (1828-1908)“ von Professor Dr. Karl Hammer, Universität Kassel, kann als PDF (283 kB) heruntergeladen werden.