Goldregen, Goldlack, Goldrute
Es ist nicht alles Gold, was glänzt
Die Farbe Gelb ist die häufigste Blütenfarbe. Eine mögliche Ursache dafür mag darin liegen, dass die ersten blütenbesuchenden Insekten Pollen gesammelt haben. Und dieser ist in der Regel gelbgefärbt. Daher ist es naheliegend, das Pflanzen mit der Farbe Gelb potentielle Blütenbesucher, die sie dann bestäuben, anlocken. Außerdem werden die Staubblätter bei vielen Pflanzen-Arten durch Male optisch hervorge¬hoben, damit sich leichter gefunden werden.
Für Pflanzen ist die Herstellung von Pollen energetisch aber sehr aufwendig, sodass es eigentlich schade ist, dass zu mindestens ein Teil des Pollens von den Tieren gefressen wird. Daher sind die Pflanzen dazu im Laufe der Evolution dazu übergegangen, einen "billigen" Ersatzstoff aus Zucker, den Nektar, anzubieten. Um den Insekten den Nektar im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen, haben Pflanzen mit Attrappen gearbeitet: Es werden falsche Staubblätter auf die Blütenblätter gezeichnet. Die Blütenbesucher werden durch diese falschen Staub-blätter angelockt, aber "nur" durch Nektar entlohnt.
In den deutschen und lateinischen Namen spiegelt sich das Wort Gold wieder: z.B. in Goldnessel, Goldregen, Goldlack, sowie lateinisch in Trifolium aureum, Lathyrus aureus (Aureum = Gold). Ob Pflanzen tatsächlich Gold ansammeln, wie dies für Schachtelhalme immer wieder behauptet wird, ist (noch) nicht bewiesen.
- Pressemitteilung der Universität Bonn
- Poster zur Nachtöffnung (pdf, 555 kB)
3. Aktionstag zur Ausstellung „Goldrausch“
Zu einem dritten Aktionstag im Rahmen der Ausstellung lädt das Mineralogische Museum am Steinmann-Institut der Universität Bonn am Samstag, dem 18. Juni, von 14 bis 19 Uhr Kinder und Erwachsene ein.
Die Botanischen Gärten schließen mit einer Abendöffnung der neueingerichteten Schaugewächshäuser von 19 bis 23 Uhr an.



